Pioniere machen aus Visionen Ereignisse

Svizra27 ist als grosses, experimentelles Spiel angelegt. Neun Standorte in den fünf Nordwestschweizer Kantonen, welche innerhalb der Machbarkeitsstudie definiert werden, stehen stellvertretend für die Raumtypologien Metropole, Städtenetz sowie Kleinstadt und Dorf im ländlichen Raum, basierend auf der Hauptthematik «Mensch – Arbeit – Zusammenhalt». Neun Raumzeitkapseln entlang der Flüsse Aare, Birs, Doubs, Limmat, Rhein und Reuss laden dazu ein, mögliche, hochverdichtete Zukünfte spielerisch zu entwickeln, erleben und danach ernsthaft zu bewerten. Ein Forum, welches als Raum der Reflexion, Diskussion und des Weiterdenkens dienen wird, bildet den neunten darstellerischen Schwerpunkt von Svizra27. Dort werden in philosophischen Kongressen, Workshops, Slam-Poetry-Wettbewerbe und DJ-Gigs Zukunftsfragen durchgespielt und verhandelt. Wie wollen wir zusammenleben? Wie wollen wir arbeiten? Ergebnisse sind die Kollektivszenarien, die laufend in den acht Raumzeitkapseln produziert werden und die durch einen wechselnden «Rat der Weisen» sowie ausgewählte Gruppen wie z.B. Jugendliche oder Migrantinnen ausgewertet und ins Forum eingespeist werden. Die Raumzeitkapseln sind untereinander und mit dem Forum durch Mobilitätsformen mit verschiedenen Geschwindigkeiten und Technologien sowie wechselndem Bezug zur Landschaft verbunden.

 

Der Lust- und Freudefaktor der Landesausstellung Svizra27 ist wichtiger Bestandteil der vertieften Projektausarbeitung innerhalb der Machbarkeitsstudie. Die verschiedenen Facetten der Nordwestschweiz sollen darin sichtbar und erlebbar werden. Svizra27 in der Nordwestschweiz ist eine Einladung an die Schweizer Bevölkerung, voller Überraschungen.

 

Svizra27 erprobt neue Ideen für den gesellschaftlichen und räumlichen Zusammenhalt in der Schweiz. Welche Vision muss die wohlhabende, hochtechnologisierte Schweiz in einer globalisierten Welt entwickeln, um ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung für den Planeten nachzukommen? Unter anderem durch die Robotik und die fortschreitende Digitalisierung entstehen neue Wertschöpfungsketten und neue Arten der inländischen Produktion mit Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Raumnutzung. Wie können unter diesen Voraussetzungen das Kollektiv und die Zwischenmenschlichkeit neu geformt werden? Das territoriale Gefüge von Svizra27 wird durch die Life Sciences, Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion und Logistik zusammengehalten.

Svizra27 Forum Zukunft denken

 

In und um die Basler Messe findet fortlaufend die Refexion auf die Landesausstellung statt. Dieser kulturell, gesellschaftliche und kommerziell aufgeladene Ort dient als Raum der Reflexion, Diskussion und des Weiterdenken. In philosophischen Kongressen, Workshops, Slam-Poetry-Wettbewerben und nächtlichen DJ-Gigs werden die Zukunftsfragen verhandelt. Während der Dauer der Svizra27 ziehen alle lokalen Medien ins Messezentrum. Ein gigantisches Display zeigt den Spielstand an: Wie wollen die Besucher:innen zusammenleben? Wie gestalten wir die gemeinsame Zukunft?

 

Die laufend produzierten (Zwischen-)Ergebnisse sind die Kollektivszenarien. Letztere wiederum entstehen aus den ebenfalls laufend produzierten Raumzeitkapselszenarien (9), die durch einen wechselnden «Rat der Weisen» (Intellektuelle, Kulturschaffende, Wissenschaftler:innen, Journalist:innen) und Laienberater:innen (Jugendliche, Migrant:innen, ältere Menschen, etc.) ausgewertet und ins Forum eingespeist werden. Alle Svizra27 Besucher:innen bekommen auf Wunsch und im Rahmen des Spiels eine Rückkoppelung auf ihre Handy-App um weiterzuspielen («Next-Level»).

Das Forum funktioniert auch eigenständig im grossstädtischen «Grundrauschen», nicht nur als Bestandteil der Landesausstellung.

 

Meine Svizra – Kollektive Svizra
Übergreifende Experience

Die Besucher:innen erspielen ihre eigene persönliche Zukunft, die sie als dreidimensionale und virtuelle Wesen durch die Ausstellung begleiten. Die Svizras sind als lebendige, wandelbare Formen konzipiert, die sich während des Landesausstellungsbesuchs weiterentwickeln und differenzieren, so dass sich die zunächst einfachen Kugeln kontinuierlich zu komplexen Figuren entfalten. Entscheidend für die Entwicklung der Svizras sind die Interaktionen während und rund um die Svizra27. Dazu gehören die Beantwortung themenspezischer Fragen, aber auch spielerische Interaktionen oder die Wahl der Transportmittel.

 

Die Svizras sind als zentrales Element in die Svizra27-App integriert. Sie sollen bereits zuhause neugierig machen, zur aktiven Teilnahme motivieren und folgen der Idee, dass wir unsere eigene Zukunft in den Händen halten. Svizras lassen sich vergleichen, in ihre Parameter aufschlüsseln oder 3D-drucken. Im Forum Basel verschmelzen sie mit allen anderen Formen zum kollektiven Spielstand Svizra27. Die der Kollektivform zugrunde liegenden Daten bilden die Grundlage für die Diskussion und Arbeit im Forum.

Neun Raumzeitkapseln bilden verschiedene (post-)politische Gemeinschaften aus, denen verschiedene Lebensstile sowie Einstellungen und Präferenzen zu bestimmten Lebensbereichen zugrunde liegen. Diese dienen damit der individuellen sowie kollektiven Selbstbefragung und loten die Facetten von individueller Freiheit und Verantwortung für die Gemeinschaft aus. Wäre das ein gutes Leben? Für mich? Für die Gesellschaft?

Team Fabienne Hoelzel und Claudia Meier gewinnen Svizra27

 

Das Siegerprojekt Svizra27 kommt vom Team Fabienne Hoelzel und Claudia Meier. Die gebürtige Aarauerin Fabienne Hoelzel ist Architektin und Professorin für Entwerfen + Städtebau an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Claudia Meier ist Architektin und Dozentin an der Hochschule Luzern. Sie setzten sich unter den fünf Finalisten schlussendlich mit ihrem Team deutlich durch. Svizra27 soll mit neun Themen und einer spielerischen Inszenierung an neun Standorten in der Nordwestschweiz stattfinden. Das Team Fabienne Hoelzel und Claudia Meier ergänzt die Gesamtprojektleitung von Svizra27 ab dem 1. Januar 2022 als Creative Director.

 

Das Siegerteam rund um Fabienne Hoelzel und Claudia Meier wird gebildet von Michael Becker (Becker Architects), Florian Faller (Bits & Beasts, Dozent für Game Design ZHdK), Natalia Schmidt und Christian Weber (Plasmadesign Studio). Verstärkung erhielt das Team durch EBP Schweiz AG in der Mobilität mit Fabienne Perret Remo Baumberger sowie durch Transsolar Energietechnik GmbH mit Matthias Rudolph.
Das Siegerteam rund um Fabienne Hoelzel und Claudia Meier wird gebildet von Michael Becker (Becker Architects), Florian Faller (Bits & Beasts, Dozent für Game Design ZHdK), Natalia Schmidt und Christian Weber (Plasmadesign Studio). Verstärkung erhielt das Team durch EBP Schweiz AG in der Mobilität mit Fabienne Perret Remo Baumberger sowie durch Transsolar Energietechnik GmbH mit Matthias Rudolph.
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